Glutenfrei unterwegs auf Bali

Bali ist sehr schön, divers und auch glutenfrei hat die indonesische Insel einiges zu bieten. Man muss nur manchmal etwas genauer hinschauen bzw. wissen wo es was gibt. Mit etwas Planung ist dann alles kein Problem. Heute berichte ich euch von dieser Station meiner „glutenfreien Weltreise“.

Unterwegs war ich in // Ubud, // Sidemen und auf der // Bukit Peninsula.

//Ubud

Ubud ist wie ein Paradies für alle, die glutenfrei essen müssen. Hier ist ganz viel ausgeschildert, man findet immer wieder auch Brownies oder anderes Gebäck, das glutenfrei ist. Auch vegetarische und vegane Speisen gibt es hier en masse.

Übernachtet haben wir im Ulun Ubud, einem ca. 10 Min. von Ubud gelegenem Hotel. Obwohl es nah am Zentrum liegt, ist es sehr ruhig dort. Man blickt auf einen tropischen Wald und hört nur Frösche und den Fluss im Tal. Für das Frühstück wählt man zwischen verschiedenen Vor- und Hauptspeisen. Zuerst war ihnen nicht ganz bewusst, was glutenfrei bedeutet. Mit etwas Erklärung hat es dann aber funktioniert. Das Gute ist, dass viele der Frühstücksgerichte auf Reisbasis sind, weswegen man sie gut essen kann. Man muss nur überlegen, ob man morgens bereits mit gebratenem Reis in den Tag starten will. Ansonsten kann man sich aber auch gut in Ubud glutenfreies Brot kaufen und mit leckerem Kaffee, Säften und frischem Obst frühstücken.

In Ubud gibt es z.B. das Earth Cafe mit einem angeschlossenen Bioladen. Dort findet man glutenfreie, gekühlte Crepe, Cracker und verschiedene Riegel. In dem Café gibt es eine Auswahl an glutenfreien Speisen. Andere Bioläden gibt es im Alchemy Cafe oder im Bali Buda.

Bei den Restaurants in Ubud war die Auswahl viel zu groß für die kurze Zeit, die wir dort waren. Deswegen ist es schwierig, Empfehlungen zu geben. Sehr gut waren das leckere glutenfreie Bananenbrot im Soma Café und eine tolle, selbstgemachte Kokosnuss-Eiscreme bei Tukies.

In der Straße rund um das Soma Café habe ich auch noch viele andere Restaurants gesehen, die glutenfreie Speisen anbieten und kennzeichnen. Hier gibt es auch ganz viele andere tolle Snacks aus Kokosnuss. Außerdem habe ich in Ubud Cassava-Brot gegessen. Cassava ist die Pflanze aus der Tapioka-Stärke gemacht wird. Jedoch wird bei Cassava die ganze Pflanze genutzt und nicht nur die Stärke der Pflanze. Dadurch beinhaltet es viel mehr Ballaststoffe. Wenn ich wieder Zuhause bin, probiere ich das auf jeden Fall aus selber zu machen.

In Ubud kann ich zudem einen tollen Kochkurs auf einer Bio-Farm empfehlen. Dabei war es auch ganz unproblematisch, die Gerichte glutenfrei zuzubereiten. Der Kurs am Morgen startet mit einem Marktbesuch bei dem der lokale Guide uns herumführte und alles erläuterte. Unten seht ihr das leckere Obst und Gemüse.

Danach ging es zu der Farm selbst. Vor Ort wurden wir durch den Garten der Farm geführt und haben das weitere Obst und Gemüse geerntet, das wir für die kommenden Gerichte brauchten. Es war toll  zu sehen, wie alles wächst und alles genau erläutert zu bekommen.

Anschließend haben wir uns ans Kochen gemacht. Wir haben uns für den vegetarischen Kochkurs entschieden und kochten insgesamt 6 Gerichte. Alle waren sehr lecker und einfach zu machen. In dem dazugehörigen Kochbuch steht nochmal alles erläutert und auch welche Zutaten man anstatt der regionalen verwenden kann, falls man diese in Deutschland nicht erhält.

//Sidemen

Der zweite Stop war sehr viel ursprünglicher. Wir waren in einem Homestay bei Sidemen. Hier ist man umgeben von dem urspründlichen Bali, inmitten von Reisfeldern, Palmen und Farmern.

Die Umgebung hat uns hier am besten gefallen, jedoch ist glutenfrei gar nicht bekannt. Am besten bestellt man einfach Reis mit Gemüse komplett ohne Sauce. Toll war es, dass der Homestay (Embang Homestay), bei dem wir waren, das Rezept für die Frühstückspfannkuchen für mich verändert hat. So kam in die Mehlmischung Tapioka und Reismehl, das Weizenmehl wurde ohne Probleme weg gelassen.

//Bukit Peninsula

Auf der Bukit Peninsula ist es sehr touristisch. So findet man hier aber auch alles. Die kleinen Warungs (sehr simple Restaurants), wechseln sich ab mit gehobenen Ressorts und entsprechenden Restaurants, dazwischen mischen sich viele Surfer und vegane Bio-Cafés.

Besonders empfehlen kann ich das Land’s End Café. Hier gibt es sehr leckere glutenfreie Waffeln. Durch die Nähe zu Uluwatu bietet es sich für einen Stop auf dem Weg zum Uluwatu Tempel (Bild oben) an.

Als weitere Stops sind sicherlich der Norden oder auch die kleineren Inseln zu empfehlen. Da wir aber genau zu dem Vulkanausbruch hier waren, waren wir ganz froh ganz im Süden zu sein und haben auf weitere Ausflüge weiter nördlich verzichtet.

Kecap manis: Als ich das erste Mal hörte, dass „Ketchup“ in meinen Reis kommen würde, war ich etwas verwirrt. Die Verwirrung kam dadurch, dass Kecap genauso ausgesprochen wird wie Ketchup. Kecap manis oder kurz Kecap ist eine süße Sojasauce, entsprechend enthält auch diese Weizen und ist leider nicht glutenfrei. Die Indonesier verstehen diese aber nicht als Sojasauce, sondern sprechen davon als Kecap. Deswegen ist es wichtig, bei gebratenem Reis zu sagen, dass man weder Sojasauce noch Kecap oder irgendeine andere Sauce haben möchte.

Ich wünsche euch eine wundervolle, glutenfreie Zeit auf Bali!

2 comments

  1. Liebe Jana,

    auch ich habe seit meiner Kindheit Zöliakie (http://www.reizdarm.net/zoeliakie-glutenunvertraeglichkeit-2/) und liebe deinen Blog! :-)

    Zufälligerweise reise auch bald nach Ubud und freue mich mega, dass es so viele glutenfreie Gerichte gibt, danke für diesen tollen Blogpost!

    Liebe Grüße aus Karlsruhe,
    Eli <3

  2. Toller Artikel, vielen Dank!

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