Glutenfreies Journal # 1 über glutenfreies Brot bei Aldi, die Knetkurve, Pfannkuchen zum Frühstück, Bohnenmehl und Kaffee

Innerhalb meiner Wochen teste und probiere ich immer viel und entdecke das eine oder andere. Da es sich dabei aber immer um Kleinigkeiten handelt, habe ich bisher keine Blogpostst daraus gemacht. Das möchte ich nun ändern, indem ich heute meine glutenfreie Woche starte. Darin geht es um Essen, Entdeckungen, Feststellungen,… die ich in der letzten Woche gemacht habe. Zudem erfahrt ihr noch mehr darüber, wie ich so mein glutenfreies Leben gestalte. Interessiert euch ein Punkt mehr, schreibe ich gerne in einem Blogpost mal mehr darüber, hinterlasst einfach einen Kommentar. Aber auch so freue ich mich, wenn ihr mir sagt, wie es euch gefällt.

Wochenrückblick_der erste


glutenfreies Brot bei Aldi


Seit dieser Woche gibt es nun in manchen Aldifilialen auch glutenfreies Brot von Stöhr. Es liegt einfach neben den herkömmlichen Broten, ich wäre also wahrscheinlich einfach daran vorbei gegangen, hätte ich es nicht erfahren. Da ich die Woche ansonsten krank war, ist mein Freund los gefahren und hat uns direkt zwei Brote besorgt. Einmal Weißbrot und einmal Körnerbrot. Das Weißbrot schmeckt von der Konsistenz her wie Rosinenbrot, ist also ziemlich weich und nicht sehr gehaltvoll, aber mit etwas Butter und Nutella sehr lecker :) Das Körnerbrot schmeckt etwas gehaltvoller und ist nicht ganz so weich, das hat mir noch eins besser gefallen. Beide können ungetoastet gegessen werden, was ich super finde. Ich hoffe, die Aktion bleibt dauerhaft. Möchtet ihr wissen, ob euer Aldi dabei ist? Hier habe ich euch die Karten vom Zöliakie Austausch verlinkt: Aldi Nord und Aldi Süd.


Die Knetkurve


Neben dem gekauften Brot habe ich mir vorgenommen, mal wieder mehr Brot und Brötchen selber zu backen. Das geht ja auch mit eurem Wunsch einher, dass ich mehr Backrezepte poste. Bevor ich es nun weiter angehe, hatte ich Lust, mich mal richtig mit dem Thema auseinander zu setzen. Deswegen habe ich mir zwei Bücher bestellt. Einmal die Technologie der Backwarenherstellung: Fachkundliches Lehrbuch für Bäcker. Ich habe mir mehrere Bücher zum Hintergrundwissen für Bäcker angesehen. Ich fand es ganz spannend, dass es neben Tipps hierbei verschiedene Teig-Experimente gibt und so auch gezeigt wird, wenn etwas schief geht, woran es dann liegt. Es scheint eins der Standardwerke für Bäcker zu sein und ich bin schon ganz gespannt, welche Tricks ich mir daraus für die glutenfreien Backwaren abschauen kann. Bei einer Abbildung wird beispielsweise in einem Diagramm die Knetkurve angezeigt. Demnach wird ein Teig am besten 5 Minuten geknetet. Bis kurz vor 8 Minuten ist die Knettoleranz und danach beginnt die Überknetung.

Das andere Buch, das ich bestellt habe, ist die Genussformel: Kulinarische Physik. Hierbei geht es um die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Kochen.


glutenfreie Pfannkuchen zum Frühstück


glutenfreie Pfannkuchen

Daneben habe ich in der Woche meine Reste an dem Mehl von Bob’s Red Mill aufgebraucht. Wir hatten daraus Pfannkuchen zum Frühstück mit Obstsalat gemacht und es war sehr lecker. Ich finde das ein super Frühstück, weil es so wenig Aufwand bedeutet. Ich mische dafür in einer Schüssel für zwei Personen einfach

  • glutenfreies Mehl mit
  • einem Ei,
  • etwas Zucker,
  • einer Prise Salz
  • und Milch

sodass ein sämiger, leicht flüssiger Teig entsteht. Ich mache es immer nach Gefühl, deswegen kann ich die genaue Menge nicht sagen. Dadurch dass man alles einfach nur zusammen rühren muss, ist es ein leckeres und ziemlich schnelles Frühstück. Anschließend backe ich die Pfannkuchen in Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze aus. Sehr gut finde ich dazu einen frischen Fruchtsalat sowie etwas Zucker und Zimt zum Bestreuen der Pfannkuchen. Freunde essen sie immer mit Apfelmus und Zimt, das finde ich auch eine leckere Idee.


Bohnenmehl


Wochenrückblick1

Bildquelle: http://www.ketex.de/online-shop/bohnenmehl–250-g-p-73.html

Während ich die Pfannkuchen gemacht habe, habe ich mir die Zutatenliste der Mehlmischung angesehen und neben Sorghummehl – das ich echt super finde – wird in dieser Mischung auch Bohnenmehl verwendet. Das fand ich spannend und habe mal mehr Infos dazu heraus gesucht.

Hier habe ich beispielsweise Bohnenmehl entdeckt. Dabei steht:

Bohnenmehl wird schon seit dem 1. Weltkrieg von den französischen Bäckern zum Baguetteteig gegeben. Es wird mit 1 % der Mehlmenge zum Teig gegeben. (z.B. auf 1 Kg Mehl 10 g Bohnenmehl). Das Mehl sorgt für eine schöne Porung und eine schöne goldgelbe Färbung der Kruste. Ebenso gibt es durch das Mehl den typischen Baguettegeschmack.“

 Auf der Seite Bäckerlatein findet man dazu:

Bohnenmehl ist ein aus der Puffbohne gewonnenes Mehl, nachdem Schale und Keimling entfernt wurden. Bohnenmehl enthält den natürlichen Emulgator Lecithin, der die Backfähigkeit von Weizenmehlen verbessert. Zugaben von maximal 2% (bezogen auf die Gesamtmehlmenge) können zu einem größeren Volumen und einer besseren Teigstabilität führen. Außerdem hat Bohnenmehl oxidative (bleichende) Wirkung auf Weizenmehl.“

Das sollte ja auch gut für glutenfreie Backwaren sein. Dabei bin ich auch auf den Blogpost von Hefe und mehr gestoßen, die über ihre Erfahrung mit Bohnenmehl schreibt. Leider sind die Baguettes nicht glutenfrei, aber ich fand es spannend zu lesen, was andere bereits damit gemacht haben. Ich werde mal schauen, dass ich mir etwas bestelle und dann damit ein bisschen herumexperimentieren.


 

Zöliakie – do(n’t) drink coffee???


 

Nachdem mich diese Nachricht gelesen habe, war ich erstmal verwundert. leider wurde dabei keine Quelle angegeben. Deswegen habe ich mir selber – mit meinem Freund, der Arzt ist – einen Überblick über die Studienlage verschafft. Dabei habe ich Folgendes herausgefunden:  Es gibt beispielsweise eine Studie von 2013 aus einem peer-reviewed Journal die schaut, inwiefern Antigene verschiedener Lebensmittel an den Antikörper, den Zöliakiebetroffene haben, binden (siehe http://file.scirp.org/Html/5-2700516_26626.htm).

Ergebnis ist: Es gab zwar eine Antikörprereaktion mit Instant Kaffee, jedoch ist diese auf eine Kontamination des Kaffees mit Gluten zurückzuführen, die auch auf der Packung deklariert wurde. Denn frischer Kaffee (u.a. von Starbucks) hat KEINERLEI Reaktion hervorgerufen. „The anti-α-gliadin 33-mer peptide antibodies reacted NEITHER with fresh espresso purchased from three different coffee houses nor with a mixture of Turkish, Armenian, Greek, and Israeli prepared coffee powder, pure cocoa, or milk-free dark chocolate.“ Wir können also beruhigt weiter leckeren Kaffee trinken. 

 

 

4 comments

  1. Hey Jana

    Die glutenfreie Woche ist eine tolle Idee, die klaue ich gleich für meine Blog ;) Zumindest die Grundidee. (Hoffe das geht in Ordnung)

    Spannend, habe noch nie was vom Bohnenmehl gehört. Damit kann man bestimmt, wie beim Baguette, auch glutenferien Brötchen eine leckere Kruste verpassen.

    Mach weiter so!

    Grüsse Silvan

  2. […] Fachkundliches Lehrbuch für Bäcker, das ich euch letzte Woche bereits in meinem Journal vorgestellt habe, ist wirklich super […]

  3. Das Brot hat wohl nur Aldi Nord, da bei uns im Aldi Süd das glutenfreie nicht angeboten wird.

    1. Hallo Tore,

      das Brot gibt es auch bei Aldi Süd. Jedoch nur in manchen Filialen. Ich hatte Glück und meine Aldi Süd Filiale ist dabei. Oben habe ich die Karten vom Zöliakie Austausch verlinkt, dort kannst du schauen, ob deine Filiale auch dabei ist.

      Viele Grüße
      Jana

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