Apfeltarte aus eigener glutenfreier Mürbeteig Mehlmischung mit Haselnuss

Als ich letzte Woche bei einer Streuobstwiese jede Menge Äpfel gepflückt habe, habe ich mich schon gefreut, daraus etwas zu backen. Nun ist aus einem Teil der Äpfel eine sehr leckere Tarte entstanden, ein leichter, knuspriger Kuchen, mit einer schönen Haselnuss-Note. Zusammen mit einem Klecks luftiger Schlagsahne (ich habe zu dieser noch etwas Zucker und Zimt gegeben) passt sie perfekt in die herbstliche Jahreszeit.

Die Mehle dafür sind leicht zu erhalten, nur das Sorghummehl gibt es nicht so oft. Aber es lohnt sich, dieses zu bestellen. Es ist ein ganz feines Mehl, welches dem Teig eine super Struktur verleiht. Es erinnert ein bisschen an Reismehl, ist aber noch etwas feiner und angenehm geschmacksneutral. Es wird auch Sorghumhirse genannt, hat aber trotz Verwandtschaft mit der hier üblichen Hirse und Hirsemehl wenig Ähnlichkeit. Sorghum zählt zu den fünftwichtigsten Nahrungsgetreideart der Welt und ist vor allem in Afrika, Zentralamerika und Südasien bekannt. In Südafrika wird daraus sogar ein Bier hergestellt – das Umqombothi. Wie ich finde, ist es ein sehr spannendes Getreide, welches hierzulande viel zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Als ich vor ein paar Jahren in Kanada war, war es dort bereits ein fester Bestandteil der glutenfreien Küche. So habe ich mir dort extra einen großen Vorrat abgefüllt, damit ich es mit nach Hause nehmen kann. Umso besser ist es, dass es das Mehl nun aber auch bei uns gibt. Zwar noch sehr wenig im Handel zu kaufen, jedoch online bereits bei der FoodOase. Das Tapiokamehl kaufe ich meist in asiatischen Supermärkten, dort ist es auch ziemlich günstig, die Kartoffelstärke im Supermarkt und den Rest der Mehle dann im Reformhaus. Schon ist alles für den Mürbeteig zusammen.

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glutenfreie Apfeltarte

glutunfreier Mürbeteig mit Haselnuss

Zutaten für den Mürbeteig für 1 Kuchen (Tarteform mit 24 cm Durchmesser)

50 g gemahlene Haselnüsse

50 g Sorghummehl

50 g Reismehl + etwa mehr, um die Form zu bemehlen

50 g Tapiokamehl

50 g Kartoffelstärke

10 g Pfeilwurzstärke

1 EL Chiasamen oder Flohsamenschalen

125 g kalte Butter

1 Ei

70 g brauner Zucker

Prise Salz

 

Als erstes vermischst du alle Mehle, Stärken und die gemahlenen Haselnüsse miteinander.

Apfeltarte aus eigener glutenfreier Mürbeteig Mehlmischung mit Haselnuss

Dann gibst du die kalte Butter in kleinen Stückchen dazu, dann noch das Ei, eine Prise Salz und den Zucker. Nun gut den Teig verkneten. Er klebt jetzt ziemlich. Anschließend müssen noch die Chiasamen oder Flohsamenschalen quellen. Dazu gibst du 30 ml Wasser zu den Samen und lässt dieses für ca. 10 Minuten stehen. Jetzt sollte sich eine geleeartige Masse gebildet haben. Diese wird noch unter den Teig geknetet. Anschließend wickelst du den Teig in Frischhaltefolie ein und stellst ihn für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank.

Ich habe aus dem Mürbeteig eine Apfeltarte gemacht, weshalb ich in der Zwischenzeit 3 Äpfel geschält und klein geschnitten habe. Diese habe ich danach noch für ein paar Minuten mit etwas Zucker, Vanille und Zimt in der Pfanne leicht karamellisiert.

Damit der Teig nach dem Backen wieder aus der Form kommt, fettest du diese gut mit Butter ein. Danach gibst du am besten noch etwas Reismehl in die Tarteform hinein und drehst sie hin und her, sodass das Mehl an der Form kleben bleibt. Dadurch löst sich der Kuchen hinterher sehr gut aus der Form.

glutenfreier Mürbeteig mit Haselnuss

glutenfreier Mürbeteig mit Haselnuss

Nun gibst du den Teig in die Form, bestäubst ihn mit etwas Reismehl und drückst ihn mit den Händen flach. Zusätzlich ziehst du ihn am Rand etwas hoch, damit sich eine schöne Tarteform bildet. Anschließend mit einer Gabel ein paar Löcher hinein stechen. Danach habe ich ihn mit den karamellisierten Äpfeln belegt, aber du kannst auch ein anderes Obst deiner Wahl nehmen oder ihn für ein anderes Mürbeteigrezept verwenden. Anschließend muss er für ca. 35 Min. bei 180°C Ober- und Unterhitze gebacken werden. Ich habe ihn nach 30 Minuten noch mit ca. 4 EL Feigenmarmelade bestrichen und dann damit die restlichen 5 Minuten fertig backen lassen. Auch kann man dafür Aprikosenmarmelade oder Quittengelee nehmen. Damit der Boden nicht bricht, lässt du den Kuchen am besten ganz abkühlen und nimmst ihn dann erst vorsichtig aus der Form heraus.

Sehr lecker schmeckt die Tarte mit etwas geschlagener Sahne serviert.

glutenfreier Mürbeteig mit Haselnuss

Guten Appetit!

2 comments

  1. […] hinzu und schon kann das Backen los gehen. Ich habe daraus eine Apfeltarte gemacht, das Rezept findest du hier. […]

  2. […] Passende Rezepte: Mehlmischung für süße Backwaren, glutenfreies Knuspermüsli, glutenfreier Frühstücks-Smoothie, glutenfreie Apfeltarte […]

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